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Unterwegs zum Neustart

31.12.2018 15:52:36 | Mitteldeutsche Zeitung | VON DETLEF VALTINK
Schwimmbad

FREIBAD Hochwasser hat Freizeitanlage in Alsleben stark in Mitleidenschaft gezogen.„Wir helfen" unterstützt den Wiederaufbau mit 100 000 Euro.

Im sonst um diese Zeit gut besuchten Schwimmbad in Alsleben (Salzlandkreis) ist es still. Kein Wasser in den Becken, keine Kinder und Jugendlichen, die dort spielen, planschen und herumtollen. Die Tischtennisplatten sind verwaist. Auf den Liegewiesen erholt sich kein Mensch. In einem Sommer haben in den zurückliegenden Jahren sonst bis zu 12 000 Gäste das Bad besucht. Dieses Jahr ist alles anders. Das Hochwasser im Juni hat die Anlage zerstört, die Saison fällt aus. Damit das Bad möglichst bald wieder in Betrieb gehen kann, unterstützt der Verein „Wir helfen" der Wiederaufbau mit einer Anschubfinanzierung in Höhe von 100 000 Euro. Steffen Globig (parteilos), Bürgermeister der Ver- bandsgemeinde Saale-Wipper, freut sich über die Unterstützung:"So können wir rasch wieder durchstarten." Jubiläum im kommenden Jahr Geht es nach dem Willen der Stadt- väter, soll bereits im kommenden Jahr das bunt-fröhliche Treiben wieder einsetzen - schließlich ist das Freibad eines der wenigen Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche in Alsleben und Umgebung. Und außerdem soll 2014 das 60-jährige Bestehen des Bades groß gefeiert werden. Zuvor müssen die immensen Schäden, die die Flut in der Anlagen hinterlassen hat, beseitigt werden. Über einen halben Meter hoch stand das gesamte Areal im Wasser. Die schmutzig braune Brühe hatte sich ihren Weg in die Umkleidekabinen, die Toiletten und Wirtschaftsräume gebahnt. Gut zwei Wochen, nachdem sich das Wasser zurückgezogen hatte, wurde das Ausmaß der Schäden deutlich. Wasseraufbereitungsanlage und Pumpentechnik sowie die gesamte Elektrik sind ein Totalschaden. Und fast täglich zeigten sich weitere Folgeschäden. So hat sich herausgestellt, dass der gesamte Beckenbereich entkernt und neu aufgebaut werden muss. Der von der Saale dort hineingeschwemmte Schlamm hat die Mauern angegriffen. „Eigentlich ist es nur noch zum Verzweifeln", sagt Alslebens Bürgermeister Reinhard Schinke (CDU). Auf geschätzte 130 000 Euro habe sich der Schaden mittlerweile summiert. Geld, das die Verbandsgemeinde Saale-Wipper als Träger der Einrichtung, nicht hat. Ausgaben, die auch die Stadt Alsleben mitten im Konsolidierungsprozess nicht stemmen kann. Und so sind die Saalestädter auf Hilfe angewiesen. Die Unterstützung des Vereins „Wir helfen" ist für Schinke deshalb ein wichtiger Schritt nach vorne.

„Das hätten wir uns nie er- träumt", sagt der Bürgermeister.„Damit sind wir gerettet." Jetzt könnten zunächst die Aufträge für die Sanierung der Becken ausgelöst werden. Danach sollen die Reparaturen an der Elektrik und den technischen Anlagen erfolgen und eine Eröffnung im Jubiläumsjahr 2014 rücke näher. Bereits im Juni haben Alslebener Bürger zudem einen Förderverein für das Schwimmbad gegründet. Der Verein sieht sich als Signal, dass die Menschen in der Region dafür einstehen wollen, wieder Leben in das Freibad einziehen zu lassen. 27 Mitglieder waren es zum Start. Inzwischen sind es mehr als 70 Aktive, die beim Wiederaufbau helfen wollen. „Wir müssen das wieder hinbekommen. Ansonsten haben wir doch kaum noch etwas für die Kinder und Jugendlichen zu bieten", sagt Schinke. Nur sind dem bürgerschaftlichen Engagement Grenzen gesetzt. Verschönerungsarbeiten oder kleine Reparaturen kann der Verein übernehmen. Aber vieles muss von Fachfirmen ausgeführt werden.„Wir müssen abwarten, was jetzt Stück für Stück umgesetzt werden kann", sagt der Bürgermeister. Schutz von Hochwasser Nicht zuletzt soll bei dem Wiederaufbau das Bad so gestaltet wer- den, dass ein neues Hochwasser keinen derartig hohen Schaden entstehen lässt wie die Juni-Flut, betont Verbandsgemeinde-Bürgermeister Globig. So sollen Technik und elektrische Anlagen in höhere Bereiche verlegt und so gestaltet werden, dass sie bei einer erneuten Flut gesichert werden können.